Kindergrundsicherung zur Vermeidung von Kinderarmut

Heute erhielten wir die Information, dass die Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) in ihrer Sitzung am Donnerstag den Beschluss verabschiedet, ein Konzept für eine Kindergrundsicherung zu entwickeln!
Hierzu das federführende Sozialministerium Brandenburg in der Pressemitteilung zur ASMK:

„Jedes fünfte Kind ist deutschlandweit von Armut bedroht, etwa jedes sechste ist von SGB-II-Leistungen abhängig. Um Kinderarmut zu bekämpfen verfolgen die Länder mehrheitlich den Ansatz, ein Konzept für die Einführung einer Kindergrundsicherung zu erarbeiten. Dafür wurde bereits mit der 93. ASMK 2016 eine länderoffene Arbeitsgruppe initiiert. Die Länder haben sich in Potsdam darauf verständigt, dass eine Arbeitsgruppe bis zur 95. ASMK 2018 als zentralen Baustein zur Vermeidung von Kinderarmut ein Konzept einer Kindergrundsicherung entwickeln soll. Parallel dazu sollen die schon bestehenden kindbezogenen Leistungen, insbesondere Kindergeld und Kinderzuschlag, bis zur möglichen Einführung einer Kindergrundsicherung weiter optimiert werden.“
http://www.masgf.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.543276.de

Fachtag der Hessenstiftung: 07. Dezember 2017 in Frankfurt: Neue Vereinbarkeit – Wie Unternehmen Beruf und Familie erfolgreich fördern

Am 7. Dezember 2017 in der IHK Frankfurt am Main, Börsenplatz 4, geht es ab 13:30 Uhr weiter mit der Kongressreihe „Dialog Beruf & Familie in Hessen“ der hessenstiftung – familie hat zukunft, die vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration unterstützt wird. Mehr Informationen erhalten Sie unter folgendem Link: http://www.hessenstiftung.de/termine/neue-vereinbarkeit.htm

Familie ist in, die Geburtenrate so hoch wie seit den 80ern nicht mehr. Und: nicht nur junge Mütter, sondern auch Väter oder Menschen mit pflegebedürftigen Angehörigen fordern mehr Zeit für ihre Familien.

Darauf reagieren Unternehmen in Hessen mit unterschiedlichen Konzepten. Familienfreundlichkeit gehört für viele selbstverständlich zu einer guten Arbeitgebermarke dazu. Aber: Es gibt noch Hausaufgaben. Denn laut einer Jobzufriedenheitsstudie plant derzeit jeder zehnte Arbeitnehmer einen Jobwechsel wegen der Vereinbarkeit.

Was können Unternehmen tun? Wie gehen andere in Hessen mit dem Thema um? Wie können beispielsweise auch im Schichtbetrieb flexible und familienfreundliche Arbeitszeitmodelle funktionieren? Wie können Chefs ihre Mitarbeiter bei der Kinderbetreuung unterstützen? Oder anders: Wie gelingt sie, die sogenannte „Neue Vereinbarkeit“?

Im Trend: Unternehmensgründerin mit Kindern

Immer mehr Mütter werden zu Unternehmerinnen, sog „Mompreneurs“. Lt. einer Studie der KfW ist der Anteil von Frauen an den Gründungen von 34 Prozent im Jahr 2002 auf 40 Prozent in 2016 gestiegen. 40% dieser Gründerinnen, d.h. 105.000 Frauen haben minderjährige Kinder im Haushalt. Somit sind die so genannten Mompreneurs für jede sechste Gründung in 2016 verantwortlich.
16 Prozent dieser Mütter sind alleinerziehend.

Diese Entwicklung ist gegenläufig zum allgemeinen Trend sinkender Unternehmensgründungen: von 1,5 Mio. 2002 auf 672.000 im Jahr 2016. Dieser negative Trend bei den Gründungen wird auf die allgemein gestiegenen Jobchancen auf dem Arbeitsmarkt zurückgeführt. Weil diese Chancen von Müttern kleiner Kinder weit weniger genutzt werden können, ist es nachvollziehbar, dass ihr Anteil an den Unternehmensgründern wächst. Da viele Frauen vor einer Gründung nicht gearbeitet haben, sind bei ihnen Notgründungen häufiger (d.h. weil es keine bessere Erwerbsalternative gibt). Sie gründen außerdem vermehrt im Nebenerwerb, mit weniger Wochenstunden, mit geringerem Einsatz von Finanzmitteln und haben seltener Beschäftigte als Männer.

Hauptgrund für die Mompreneurs eine Firma zu gründen ist eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die sie durch ihre Selbständigkeit erreichen wollen.

Bei den Start-Ups durch Mütter lassen sich folgende Unterschiede zu anderen Gründerinnen feststellen: Mompreneurs setzen sich Grenzen bei der Arbeitszeit (im Vollerweb arbeiten sie durchschnittlich 36 Wochenstunden) und konzentrieren sich häufiger regional und in Dienstleistungsberufen. Gleichzeitig nutzen sie Förderkredite und BA-Zuschüsse besser, haben mehr MitarbeiterInnen bzw. MitgründerInnen und sind ambitionierter in ihrem Unternehmenswachstum als Frauen ohne Kinder.

Mehr zur Studie:https://www.kfw.de/KfW-Konzern/KfW-Research/Mompreneurs.html

In Kassel: Frühstück mit Alleinerziehenden und Kindern an jedem 1. Sonntag im Monat ab 10 Uhr

im Familienkompetenzzentrum der Kita Wehlheiden, Wehlheider Str. 8, 34121 Kassel
Keine Teilnahmegebühr, jeder bringt etwas mit (inkl. eigenes Besteck, Teller und Tasse)
Neulinge melden sich bitte vorab an unter Tel. 0561/92005-5399 oder kiss@kassel.de
Mehr Infos unter:http://www.selbsthilfe-kassel.de/neue%20gruppe.htm#alleinerziehend

Projekt „Let´s go – Familien, Kids und Kitas“ Kooperation von Familienwandergruppe und Kita ausgezeichnet

Veröffentlcht am unter Aktuell